1. Tag: Kursk

Vorbemerkung: 

Vor 2 Wochen haben wir den Beginn des Fotoblogs von unserer Recherchereise nach Russland im Mai/Juni angekündigt, aber leider gab es einige Verzögerungen. Grund: Es gab leider zu viel anderes zu tun. 🙂

Zu dem vielen anderen Dingen gehörte auch die Endfertigung des eBooks von STARLESS IN STALINGRAD mit allen Briefen, das jetzt endlich in den Online-Shops erhältlich ist, u.a. hier für Kindle und Tolino.

Später dazu mehr…

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Am 18. Mai 2018 machten wir uns in Moskau zu dritt mit dem Auto auf den Weg, um unsere zweiwöchige Reise den Don flussabwärts bis nach Wolgograd anzutreten.

Unsere erste Station am 17. Mai war Kursk. Hier und in dessen Umgebung hielt sich mein Großvater zwischen dem 5. und 19. Juli 1942 für insgesamt 2 Wochen auf.

In seinem ersten Brief aus Kursk vom 5. Juli 1942 schreibt er:

„Volle 8 Tage sind wir mit der Autokolonne unterwegs gewesen. Nachts haben wir immer in Zelten geschlafen und dabei Nacht für Nacht Wache geschoben. Das kann einen auf die Dauer kaputt machen. (…)

Die Fahrt war ja teilweise interessant. Durch die heiß umkämpfte Gegend (Briansk und Orel) sind wir auch gekommen. Überall zerschossene Ortschaften und die Straßen von Soldatengräbern gesäumt. Es lief einem manchmal kalt über den Rücken.

Augenblicklich liegen wir in einem Wald und sind gegen Fliegersicht gut getarnt. Wahrscheinlich werden wir hier längere Zeit bleiben. Wir leben hier wie die Zigeuner. Man hat nur das Bedürfnis, sich einmal richtig baden zu können. Der nächste Ort, wo es Wasser gibt, ist ein paar Kilometer entfernt. Täglich fährt ein Wagen dorthin, um Wasser zu holen. Den Luxus, sich jeden Tag zu rasieren, kann man sich jetzt nicht mehr erlauben. Du kannst Dir lebhaft vorstellen, wie wohl ich mich dabei fühle. Hoffentlich ist dieser verdammte Krieg nur bald zu Ende. (…)

Heute ist der 7.7.42, es ist wieder keine Post da. Wie ich höre, soll sie schon wieder an unseren neuen Rastort weitergeleitet sein. Da kann es wieder 8 – 14 Tage dauern, bis ich Post von Dir bekomme. Aber schreibe fleißig, ich werde es auch tun. (…)“

…weiterlesen

Hauptattraktion der jüngeren Geschichte der Stadt ist natürlich die berühmte Panzerschlacht von Kursk, die überall in der Stadt präsent ist. Allerdings fand die erst ein Jahr später statt, ohne Beteiligung unseres Berichterstatters. Dieser war vermutlich zu dem Zeitpunkt bereits als Kriegsgefangener verstorben.

Stattdessen interessierten wir uns erst einmal für folgendes Denkmal, das uns zufällig über den Weg lief. Darin blickten und die Stadt-Honoratioren der letzten Jahrzehnte entgegen:

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Mehr dazu im nächsten Post.

Bis bald!


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