3. Tag: Kursk und seine Geschichte (1)

Am 3. Tag unserer Expedition streunen wir noch immer durch Kursk, allerdings nicht mehr ziellos, sondern mit der Mission für ein Video-Shooting eine Location zu finden, wo wir uns in Ruhe mit einem Lokalhistoriker unterhalten können.

Wir erhoffen uns mit seiner Hilfe ein Bild davon machen zu können, wie Kursk in jenen Julitagen im Jahre 1942, als sich mein Großvater hier und in der Nähe aufhielt, ausgesehen hatte, und welche Verhältnisse und Lebensbedingungen damals herrschten.

Mein Großvater macht dazu nur wenige Andeutungen in seinen Briefen:

„Du machst Dir keine Vorstellung, in welchen elenden Behausungen die Menschen hier leben. Einfache, halb verfallene Strohhütten. (…) Ein anderes Bild bot sich mir, als ich dieser Tage anläßlich einer kleinen Dienstfahrt mal in eine größere Stadt kam. Wenn auch alles zerschossen war, so sah man doch mal wieder massive Steinbauten.“ (Brief vom 12. Juli 1942)

Um Näheres herauszufinden haben wir Kontakt mit dem Historiker Sergey Aleksandrovich Nikiforov aufgenommen, der sich spontan dazu bereit erklärt hatte, sich mit uns an diesem Samstag zu treffen.

Aber wo? Unser Hotelzimmer in einem Gebäude sowjetischer Bauart und Einrichtung wäre eine Notlösung gewesen, aber sicher nicht das ideale Ambiente. Andere Orte kannten wir aber leider nicht. In einem Park?

Oder im örtlichen historischen Museum?

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Gute Idee. Allerdings war das Personal, das ausschließlich aus Damen älteren Semesters bestand, nicht sehr erfreut darüber. Und die entscheidungstragende Direktorin war ohnehin auf ihrer Wochenenddatscha. Und deren Vorgesetzter sowieso. Nichts zu machen.

Auch sonst erhielten wir keine „Drehgenehmigung“, ausschließlich Fotos mit Person im Vordergrund wollten sie uns gestatten. Unser „ja, ja, okay“ hat sie allerdings misstrauisch gemacht, und sie waren nicht im Unrecht damit. Tatsächlich planten wir, ihre Konditionen einfach zu ignorieren, hatten aber die Rechnung ohne diese Wirtinnen gemacht. Sie beäugten uns ständig mit Argusaugen und Feuereifer. So ließ sich kaum arbeiten…

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Mission vorläufig gescheitert. Aber wenigstens konnten wir Blicke auf ein paar Dokumente und Zeugnisse werfen.

Die Darstellung des Zweiten Weltkriegs in der angestaubten Dauerausstellung konzentrierte sich stark auf die berühmte Panzerschlacht 1943, die uns aber eben nicht so sehr interessierte, weil diese ja erst ein Jahr nach der Erzählung der Briefe stattfand. Kursk wurde ja im Herbst 1941 besetzt und im Sommer 1942 fanden dort keine wesentlichen Kampfhandlungen statt…

Unverrichteter Dinge sind wir also wieder abgezogen und mussten uns wieder auf die Suche nach einem Drehort begeben. Dabei drängte nun schon die Zeit, denn es war bereits Mittag…

Wiedermal streifen wir ziellos durch die Stadt. Werden wir einen geeigneten Drehort finden?

Spoiler: Ja, es wird uns gelingen. Wir werden einen recht wunderlichen Ort finden, wir werden dort diesen netten Herrn treffen und uns 2 Stunden lang mit ihm unterhalten:

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Aber später mehr dazu…

 


…ein einfacher Soldat berichtet seiner Familie tagesaktuell von seiner Reise durch Russland – hinein in den Kessel von Stalingrad.

Starless in Stalingrad

– 200 Tage –
– 100 Briefe –
– 1 Zeuge –

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