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Das eBook von STARLESS IN STALINGRAD ist jetzt mit allen bekannten Briefen und – exklusiv! – mit Einleitung, Zusammenfassungen, Vor- und Nachwort erhältlich!

Reinblättern und Runterladen:

Das eBook ist auch bei allen anderen Online-Buchhändlern verfügbar…

Mit dem Erwerb unterstützen Sie den Fortgang des Gesamtprojekts in seinen verschiedenen Facetten. Die Briefe selbst werden natürlich auch zukünftig online im Volltext und zur Gänze kostenfrei in unserem Blog verfügbar bleiben!

  • Informationen zum Gesamtprojekt „Starless in Stalingrad“ hier.

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Vorzüge zum Blog

Die Briefe werden wie im eBook in chronologischer Reihenfolge präsentiert, jeweils versehen mit einem einleitendem Zitat aus dem Brief – soweit wie bekannt aus dem Blog. Das eBook bietet aber auch einige Vorzüge – neben jenen, die eReader mit sich bringen:

Im eBook sind die Briefe in eine Struktur von 5 Akten + Epilog eingebettet und werden am Aktende jeweils kurz zusammengefasst. Auf diese Weise erhält der Leser eine viel bessere Übersicht über die Briefe und deren Inhalt als es hier im Blog möglich ist.

Darüber hinaus bringt das eBook Einleitung, Vorwort und Nachwort mit sich. Im Nachwort bespreche ich meine persönliche (Nicht-)Beziehung zu meinem abwesenden Großvater.

Natürlich werden – wie versprochen – alle Spender unseres Crowdfundings, die sich das so gewünscht haben, in der Danksagung genannt.

Inhalt

Vom ersten Moment der deutschen Sommeroffensive 1942 in Russland bis zum katastrophalen Scheitern im Kessel von Stalingrad hat Max Breuer als einfacher Soldat der 6. Armee einhundert Briefe an seine Frau in Hamburg geschrieben. Innerhalb von etwa 200 Tagen berichtet er ihr tagesaktuell aus unterster Perspektive, thematisch breitgefächert, persönlich und aufrichtig im Ton: Bereits in seinem ersten Brief weiht der Bankinspektor sie unverblümt ein in seine bedrückenden Impressionen von den Bloodlands:

„Am schlimmsten war es, als wir durch Polen fuhren. Dort liefen die Kinder am Zug entlang und riefen: ‚Bitte Brot!‘ Man denke mit Schrecken daran, was dieser Krieg für ein Elend über die Menschheit gebracht hat und noch bringen wird. Und jetzt naht auch schon der Tag der Geburt immer mehr. Mich quält nur der Gedanke, dass Du jetzt alle Arbeit, die damit zusammenhängt, alleine machen musst.“ (5. Juni 1942)

In diesem Buch werden alle erhalten gebliebenen Briefe Breuers chronologisch, im Volltext und ohne Auslassungen veröffentlicht – beginnend mit seiner Ankunft in Russland (Anfang Juni 1942), während der Schlacht um Stalingrad (ab Ende August) und der Einkesselung der 6. Armee (ab Ende November), bis kurz vor Einbrechen der Roten Armee in den Kessel (Anfang Januar 1943).

In seinen Briefen berichtet Breuer ausführlich, offenherzig und sehr intim, oft kritisch und sarkastisch, und manchmal blauäugig von seinen Beobachtungen als rangloser, unerfahrener Soldat an der Ostfront – sowie auch von seinen Gefühlen und Leiden, Hoffnungen und Wünschen, die sich insbesondere um die ungewisse Geburt seines zweiten Kindes sowie das Schicksal seiner Familie in der Hansestadt im Allgemeinen drehen, wo gerade der Bombenkrieg begonnen hat:

„Nur schade, daß unser Kai auch mal Soldat werden muß. Hoffentlich ist in 20 Jahren die Welt etwas friedlicher. Ich wundere mich nur, daß sie Toni trotz seiner Plattfüsse k. v. (kriegsverwendungsfähig) geschrieben haben. Aber wir brauchen Kanonenfutter.“ (11. September 1942)

Am 20. Juli 1942 wird er in der Stadt Woronesch Zeuge der Judendeportierungen aus Ungarn:

„Interessant ist, daß sie ihre ganzen Juden aus Ungarn mitgebracht haben. Diese setzen sie hier zum Straßenbau ein. Wie ich beobachten konnte, haben die hier nichts zu lachen. Wir hatten einigen mal Wasser gegeben, sofort kamen alle angelaufen. Sofort kam der Aufseher und schlug sie mit einem Stock auseinander.“

Kritisch geht er zuweilen auch mit dem Verhalten seiner eigenen Kameraden ins Gericht. Breuer berichtet seiner Frau:

„Es wird Dich interessieren, auch mal etwas über die Kameradschaft zu hören. Das ist ein Begriff, der überall, nur nicht in der Wehrmacht existiert. Der Kamerad ist im Krieg 1914-18 gefallen, sagt eine Redewendung. Du müsstest nur mal sehen, wie die Brüder den Russen ihre letzten Hühner und Gänse vom fahrenden Auto aus abknallen. Ich habe heute mal wieder die Nase von dem verdammten Krieg gestrichen voll. Unser Weg führt immer noch südlich, wahrscheinlich kommen wir noch ans Schwarze Meer.“ (1. August 1942)

Am Ende wird er das Schicksal der vielen Millionen Opfer des Kriegs im Osten Europas teilen müssen. Als Soldat der eingeschlossenen 6. Armee schreibt Breuer seiner Frau zu Weihnachten aus dem Kessel heraus:

„Mir ist dauernd schwindelig im Kopf vor Hunger. Da wir für vier Tage ein halbes Brot empfangen haben, ist es meistens so, dass man der Versuchung nicht widerstehen kann und das Brot in den ersten beiden Tagen schon wegfrisst.“ (27. Dezember 1942)

Herausgegeben wird das Buch vom Enkel des Autors: Ascan Breuer ist Sohn jenes Kindes, um dessen Geburt und Zukunft sich Max Breuer in seinen Briefen ständig Sorgen machen muss. Das persönliche Nachwort des Herausgebers setzt dessen zeitgeschichtliche Zeugnisse in einen konkreten biografischen Zusammenhang, der Generationen übergreift und bis in die Gegenwart reicht.

Max-Breuer_Starless-In-Stalingrad_Dokumentarisches-Labor

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